Es lehrt das Streben nach Spitzenleistungen und innerem Fluss durch Rationalität und Akzeptanz dessen, was wir nicht kontrollieren können. Seine Grundsätze der emotionalen Widerstandsfähigkeit und der ethischen Lebensführung sind nach wie vor relevant, bieten Orientierung inmitten der heutigen Unsicherheiten und betonen die innere Tugend gegenüber dem äußeren Erfolg. Zu den Schlüsselfiguren des Stoizismus gehören Marcus Aurelius, der die stoische Ethik in seine Herrschaft integrierte; Seneca der Jüngere, dessen Werke praktische ethische Anleitungen bieten; Epictetus, der die persönliche Belastbarkeit betonte; Musonius Rufus, ein Befürworter der Gleichberechtigung der Geschlechter und der stoischen Praxis; Cleanthes, der sich auf das Naturrecht und die Tugend konzentrierte; und Chrysippus, der die stoische Logik und Ethik entwickelte. Ihre gemeinsamen Lehren tragen zum bleibenden Erbe des Stoizismus in der persönlichen und moralischen Philosophie bei.
Geschichte
Der Stoizismus, der seinen Ursprung bei Zeno im antiken Athen hat, blühte in Rom auf und beeinflusst auch heute noch das moderne Denken.
Der Gründer, Zenon von Citium
Zeno von Citium (ca. 334 - ca. 262 v. Chr.), Begründer des Stoizismus, wandelte sich vom Kaufmann zum Philosophen, nachdem ein Schiffbruch ihn zur Philosophie geführt hatte.
Er lehrte ethische Lebensführung und Tugendhaftigkeit, wobei er die Kontrolle über das persönliche Handeln und die Akzeptanz der Ereignisse des Lebens betonte. Sein Stoizismus befürwortete Weisheit, Mut, Gerechtigkeit und Mäßigung und trug zum logischen Denken bei, indem er zu Widerstandsfähigkeit und einem zielgerichteten Leben inspirierte. Zeno von Citium betonte "Prosochē", die achtsame Aufmerksamkeit, als eine der wichtigsten stoischen Praktiken für persönliches Wachstum und ethisches Leben. Sie beinhaltet eine tiefe Selbstreflexion und ein Bewusstsein für die Gegenwart, was zu einem besseren emotionalen Gleichgewicht und einer besseren Entscheidungsfindung führt. Diese Praxis kommt nicht nur dem Einzelnen zugute, sondern auch der Gesellschaft, denn sie fördert Eigenschaften wie Empathie und Verantwortung. Die Grundsätze von Prosochē stehen in engem Zusammenhang mit der modernen Achtsamkeit, was ihre anhaltende Relevanz unterstreicht.

Der Kaiser, Marcus Aurelius
Marcus Aurelius (161 - 180 n. Chr.), römischer Kaiser, wird dafür gefeiert, dass er die stoischen Prinzipien der Rationalität, der Selbstbeobachtung und der menschlichen Vortrefflichkeit in seine Führung integriert hat.
Seine "Meditationen" verdeutlichen sein Engagement für ethische Führung, Selbstbeherrschung und gesellschaftliches Wohlergehen. Er plädiert für ein Leben der Vernunft, der Exzellenz und des Gleichmuts angesichts von Unbeständigkeit und Wandel. Unter dem Einfluss der Lehren des Epiktet, eines ehemaligen Sklaven, der zum stoischen Philosophen wurde, betonte Marcus Aurelius Selbstdisziplin und das Streben nach Vortrefflichkeit. Epictetus' Philosophie, die die Kontrolle über die eigenen Handlungen und Reaktionen befürwortet, diente Aurelius als Richtschnur für seine Herrschaft, die sich auf persönliche Höchstleistungen und gesellschaftliche Pflichten konzentrierte. Ihre Beziehung veranschaulicht die universelle Anziehungskraft des Stoizismus und seine Betonung der geistigen und bewussten Autonomie für wahre Freiheit.

Der Sklave, Epictetus
Epictetus oder Epiktet (ca. 50 - ca. 135 n. Chr.), ein stoischer Philosoph, der in die Sklaverei hineingeboren wurde, trat für innere Autonomie und Exzellenz durch Selbsterkenntnis und Rationalität ein.
Seine Lehren, die die "Dichotomie der Kontrolle" betonen, haben sowohl das antike als auch das moderne Denken beeinflusst, indem sie für ein Leben der Exzellenz und der ethischen Führung plädieren. Epiktet lehrte, dass wahre Freude und Exzellenz aus innerer Ausgeglichenheit und Selbstregulierung entstehen, nicht aus äußeren Umständen. Er betonte, dass wir uns auf das konzentrieren sollten, was wir kontrollieren können - unsere Gedanken und Handlungen - und dass wir die Veränderungen des Lebens mit Anpassungsfähigkeit akzeptieren sollten, was zu einer sinnvollen Existenz führt, die in Vortrefflichkeit und innerer Freiheit verwurzelt ist.

Der Staatsmann, Seneca
Seneca the Younger (4 BCE - 65 CE), a Stoic philosopher and statesman, is noted for his practical approach to philosophy, focusing on excellence in daily life.
Seneca der Jüngere (4 v. Chr. - 65 n. Chr.), ein stoischer Philosoph und Staatsmann, ist bekannt für seine praktische Herangehensweise an die Philosophie, bei der er sich auf die Vorzüge des täglichen Lebens konzentriert.
